Von der Idee zur Veröffentlichung in 20 Schritten – Ein Fahrplan durch die Konzertfotografie und diesen Blog

Du bekommst in diesem Beitrag eine Checkliste, die Du bei Deinen ersten Schritten als Konzertfotograf beachten solltest. Die einzelnen Punkte sind in einer zeitlichen Reihenfolge geordnet und die meisten bauen aufeinander auf. Zusätzlich enthält die Liste viele Tipps und Hinweise.

So findest Du, als angehender Konzertfotograf, anhand der Übersicht heraus, ob Du diesen Weg gehen willst und hast gleichzeitig einen Fahrplan von der Terminfindung bis zum fertigen veröffentlichten Bild.

„Visionen brauchen Fahrpläne“

Hilmar Kopper, deutscher Bankier

Die einzelnen Schritte bilden gleichzeitig das Grundgerüst für diesen Blog. In diesem Blogbeitrag kann ich nur die wichtigsten Informationen erwähnen. Möchtest Du mehr erfahren, dann höre einfach mal in meinen Podcast rein und/oder abonniere meinen Newsletter. In weiteren Blogbeiträgen steige ich tiefer in die einzelnen Punkte ein.

Und hier sind die 20 Schritte, die Dich zum veröffentlichten Bild führen:

Freunde Dich mit den Besonderheiten der Konzertfotografie an
Es ist laut. Sehr laut. Oft ist es sehr warm oder es regnet. Alles muss sehr schnell gehen. Dies betrifft das Fotografieren und das Nachbearbeiten der Bilder. Die Zeit beim Konzert ist sehr limitiert. Es gibt Regeln und Vorschriften, die zu beachten sind. Und genau das macht eine Menge Spaß.

Gehst Du gerne auf Konzerte? Hast Du schon Konzertfotografen bei ihrer Arbeit gesehen und die Action hat Dir gefallen? Dann bist Du hier richtig.

Besorge Dir passendes Equipment
Es gibt immer Kameras und Objektive, die für die eine oder andere Situation besser sind. Trotzdem sollte Dein Material geeignet sein, sonst ärgerst Du Dich nur über schlechte Bilder. Lichtstarke Objektive und eine Kamera mit wenig Rauschen bei hoher ISO und schnellem Fokus solltest Du mitbringen.

Nimm einfach das, was Du hast. Schau Dir Deine Ergebnisse an und entscheide erst dann, welches Material Du Dir noch zulegen solltest. Beginne mit einfachen Situationen. Eine Band beim Stadtfest am Nachmittag. Das schaffst Du auf alle Fälle.

Suche Dir einen Auftraggeber
Auftragsarbeiten für z. B. eine Zeitung oder ein Webmagazin oder arbeiten als freier Fotograf ist möglich. Je bekannter die Bands, desto eher brauchst Du einen Auftraggeber. Im Idealfall ein Print-Medium. Halte schon einmal die Augen auf. Anfangen kannst Du auch ohne.

Finde passende Konzerttermine
Recherche ist leider auch notwendig. Newsletter und RSS-Feed helfen dir systematisch Deine Termine zu finden. Lege Dir im Browser ein Tab an mit den Live-Clubs in Deiner Nähe und schaue regelmäßig in deren Programm.

Erstelle eine Anfrage für ein Foto-Akkreditierung
Hierzu habe ich schon ein Audiofile erstellt: „10 Tipps für Deine erfolgreiche Akkreditierung“. Am Ende des Artikels kannst Du Dir die kostenlose Audiodatei schicken lassen.

Respektiere Fotoverträge, Lizenzgebühren, Hausrecht, Rechte am eigenen Bild usw.
Es gibt viele rechtliche Aspekte, die zu beachten sind. Halte Dich an Vereinbarungen. Auch dann, wenn alle etwas anderes sagen und machen.

Bereite Dich auf die Band und die Location vor 
Ein paar Youtube-Videos und aktuelle Fotos helfen Dir, das Geschehen auf der Bühne zu erahnen.

Lege Dir eine Strategie zum Fotografieren zurecht
Du hast nur wenig Zeit im Fotograben. Fotografiere systematisch, um auch alle gewünschten Motive zu bekommen. Bedenke, dass Du die Künstler und das Licht nicht beeinflussen kannst.

Richte das passende Equipment
Genau für dieses Konzert solltest Du die passende Ausrüstung dabei haben. Dafür hast Du auch die Vorbereitung aus dem vorigen Punkt gemacht.

Checke Deine Kamera und ihre Einstellungen
Stelle schon mal die Einstellungen ein, mit denen Du fotografieren willst. Besonders dann, wenn Du die Kamera auch für viele andere Situationen verwendest und oft andere Einstellungen brauchst.

Plane genug Zeit ein
Der Weg vom Parkplatz bis zum Arbeitsplatz im Graben kann auch mal länger und mit Hindernissen versehen sein. Plane genug Zeit ein.

Orientiere Dich im Fotograben
Du wirst sicher nicht der einzige Fotograf im Fotograben sein. Außerdem tummeln sich da viel mehr Menschen, als Du bisher vermutet hast. Gehe direkt zu dem Platz, der am besten zu Deiner vorher festgelegten Strategie passt.

Benehme Dich ordentlich im Fotograben 
Im Graben kann es voll und eng werden und jeder kann Dich gut beobachten. Handle entsprechend vorausschauend, freundlich, rücksichts- und respektvoll.

Prüfe Deine Kameraeinstellungen und mache einen letzten Check
Jetzt weißt Du endlich wie das Licht und die Umstände wirklich sind. Passe schnell nochmal Deine Einstellungen an, wenn nötig, und prüfe die Funktion.

Variiere Deine Einstellungen
Licht und Situation ändern sich permanent. Schaue Dir immer wieder kurz auf dem Display die Ergebnisse an. Vielleicht musst Du auch Dein Objektiv wechseln wenn etwas nicht passt.

Merke Dir Einstellungen für Standardsituationen
Es gibt Situationen oder Probleme, die in jedem Konzert ähnlich vorkommen. Da sind dann auch die Einstellungen ähnlich.

Fotografiere im Fotograben (und habe Spaß dabei) 
Es liegen schon so viele Vorbereitungsschritte und Vorbereitungszeit hinter Dir. Jetzt endlich darf fotografiert werden. Sei hoch konzentriert und fokussiert bei der Arbeit.

Fotografiere auch von anderen Standorten
Nicht nur im Fotograben kann man Bilder machen. Je nach Vorgabe/Vertrag sind  auch andere Standorte möglich. Selbst wenn diese nicht so gut sind, kann sich ein Perspektivenwechsel lohnen.

Sichere Deine Bilder
Lieber Bilder doppelt sichern als Bilder verlieren. Wenn Deine Kamera zwei Speicherchips aufnehmen kann, dann speichere gleich doppelt.

Sortiere Deine Bilder und wähle die besten aus
Für die Zeitung reichen 2 Bilder hochkant und 2 im Querformat. Für Deine Galerie reichen 20 Bilder. Wähle keine Bilder, die sich zu ähnlich sind. Und lasse die unscharfen Bilder weg.

Nehme Korrekturen an den Bildern vor
Meistens muss man die Bilder etwas aufhellen und die Kontraste verbessern. Wenn man schon dabei ist, kann man die Bilder auch schneiden und das Dateiformat für die spätere Verwendung umrechnen.

Tagge Deine Bilder 
Versehe Deine Bilder mit den passenden Stichworten wie Name der Band, Name des Sängers, Location, Ort, Datum u.s.w. Nur dann findest Du die Bilder im Archiv einfach wieder und Dein Auftraggeber kann anhand dieser Daten die Bilder besser zuordnen.

Verschicke Deine Bilder an Deinen Auftraggeber
Mache das noch gleich am selben Abend. Bilder, die 3 Wochen alt sind, will keiner mehr sehen.

Zeige Deine Bilder online
Yeah, Dein Bild ist veröffentlicht. Sei stolz und freue Dich über positive Kommentare.

Fazit:

Die Schritte passen auf die meisten Konzerte sehr gut. Bei Sonderfällen können einzelne Schritte ein wenig anders sein, aber diese Fälle sollen hier (noch nicht) behandelt werden. Du hast jetzt einen sehr guten Überblick und kannst weitere Artikel, die Du in diesem Blog oder auf anderen Seiten liest, gut in den Gesamtkontext einsortieren.

Autor: Martin Black,  Martin Black ist Pressefotograf und Betreiber des Blogs www.Presse-und-Eventfotografie.de. Er fotografiert prominente Persönlichkeiten sowie kommerzielle und private Events.   www.Martin-Black.de, martin@martin-black.de

1 thought on “Von der Idee zur Veröffentlichung in 20 Schritten – Ein Fahrplan durch die Konzertfotografie und diesen Blog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.