Instagram für Konzertfotografen – So schnell und einfach kann es gehen

Hast Du schon einen Instagram-Kanal für Konzertbilder? Willst Du den Zeitaufwand für das posten auf Instagram möglichst klein halten ?

In diesem Artikel gebe ich Dir eine 11- Schritte- Anleitung , um mit möglichst wenig Zeiteinsatz Deinen Instagram-Kanal für Deine Konzertfotos aufzubauen.

Warum solltest Du Instagram nutzen?

Instagram ist nach einer Umfrage in unserer Facebookgruppe der drittbeliebteste Kanal, um Konzertbilder zu zeigen. Die Umfrage hatte folgende Ergebnisse:

  • Homepage
  • Facebook
  • Instagram

Bei ähnlichen internationalen Umfragen steht Instagram sogar auf Platz eins der beliebtesten Social-Media-Plattformen für Konzertfotografen. Ob es sich für Dich lohnt, diese Plattform zu nutzen, musst Du selbst entscheiden. Tendenziell ist die dort gewonnene Reichweite schwer zu monetarisieren.

„Das Leben besteht zu drei Vierteln daraus, sich sehen zu lassen“

Woody Allen

Probleme bei Instagram wenn man den Dienst nur nebenbei bespielt.

Wenn man Instagram nicht wirklich stark nutzt und konsumiert, sondern  nur nebenbei zum Zeigen und Reichweitenaufbau bedienen will, hat man schnell folgende typischen Probleme.

  • Posten kostet Zeit
  • Posten wird vergessen
  • es wird nicht regelmäßig gepostet
  • es wird zuwenig gepostet

Diesen Problemen kann man mit ein paar zeitsparenden Methoden und Tools entgegenwirken.

Meine Lösung für Instagram

Ich habe noch andere kleinere Instagram-Kanäle, auf denen ich regelmäßig poste. Dafür habe ich Methoden und Tools gefunden, mit denen der Zeitaufwand klein bleibt. Vor ca. zwei Wochen habe ich einen extra Kanal für meine Konzertfotografiebilder bei Instagram angelegt, bei dem ich ebenso vorgehe.

So kannst Du einen extra Instagram-Kanal mit möglichst wenig Aufwand bespielen

1. Lege Dir einen extra Instagram-Kanal für Deine Konzertbilder an.

Follower, die Dir folgen um Konzertbilder zu sehen sind irritiert, wenn sie Konzertbilder erwarten und andere Bilder gezeigt bekommen. Bei Instagram ist die Verwaltung von mehreren Kanälen durch einfaches umschalten leicht möglich.

Die Umfrage oben hat auch gezeigt, dass viele (Konzert-) Fotografen ihren Instagram-Kanal nutzen um Ihr Portfolio zu zeigen. Der Kanal wird dann nicht nur für Konzertfotos sondern auch für andere Arbeiten verwendet. Das ist natürlich auch OK wenn man nicht primär als Konzertfotograf wahrgenommen werden will sondern möglichst alle Fähigkeiten als Fotograf zeigen möchte. Der Nachteil ist eine mögliche geringere Reichweite als bei Zielgruppen-orientierten Kanälen.

Zudem kann man bei einem extra Kanal auch ein extra Profil erstellen, also auch ein anderes Bild wählen und vor allem eine andere Homepage oder Link eingeben. Auch hat man dann aussagekräftige Statistiken für den Bereich Konzertfotografie.

2. Lege Dir einen Vorrat an Bildern an die Du posten willst.

Suche Dir Bilder aus Deinen Archiven aus die Du posten willst und kopiere diese in ein Verzeichnis. Für Instagram solltest Du die Bilder quadratisch schneiden. Dabei siehst Du auch welche Bilder nicht für Instagram geeignet sind. Viele Bilder sehen quadratisch geschnitten einfach nicht gut aus. Lass diese Bilder dann weg.

Auch Dein Logo solltest Du dem neuen Format hinzufügen.

Dein Bilder-Vorrat sollte mindestens 30 Stück betragen.

3. Kopiere Deinen Bilder-Vorrat in einen Cloud-Ordner

Ich selbst nutze einen Drive Ordner. Aber auch Dropbox ist geeignet. Wichtig ist, dass Du beim Posten mit Instagram auf das Bild zugreifen kannst.

4. Erstelle Dir eine Hashtag-Liste

Bei der Erstellung der Hashtags kannst Du Dich bei Posts von anderen Konzertfotografen orientieren. Bei der Konzertfotografie hält sich die Liste der sinnvollen Hashtags jedoch in Grenzen. Meine sieht etwa so aus (kannst Du gerne kopieren):

  • #
  • #
  • #Konzerte
  • #Konzertfoto
  • #Konzertfotos
  • #Konzertfotografie
  • #concertphotography
  • #concertphoto
  • #band
  • #live
  • #musicphotography
  • #gigphotografie
  • #pressefotografie

In die ersten zwei Platzhalter trage ich den Namen der Band und der abgebildeten Person ein.

5. Speichern der Hashtagliste

Speichere die Hashtagliste so, dass Du auf Deinem Handy schnell die Liste kopieren kannst. Ich nutze dazu die App TagsForLikes . Dort kann man im Bereich Custom eigene Hashtaggruppen anlegen. Du kannst aber auch einfach eine Textdatei oder Notiz nehmen.
6. Lege Dir in Deiner To-do-Liste eine tägliche Erinnerung an um ein Bild zu posten

Wenn es geht sogar mit Uhrzeit,  z. B. Jeden Tag um 11:00 Uhr
7. Lege Dir in Deiner To-do-Liste eine wöchentliche Erinnerung an um Deinen Bilder-Vorrat aufzuräumen

Gepostete Bilder solltest Du aus Deinem Bilder-Vorrat löschen. Eine Woche ist eine gute Zeit um immer noch den Überblick zu haben. Die Bilder immer direkt nach dem Post zu löschen habe ich mehrmals vergessen und es war mir auch zu zeitaufwendig. Also lieber diese Tätigkeit auf einmal pro Woche bündeln.

8. Lege Dir in Deiner To-do-Liste eine monatliche Erinnerung an um Deinen Bilder-Vorrat zu aktualisieren

Bei 30 Bildern Vorrat ist nach einem Monat Dein Cloud-Ordner leer. Damit Du immer Material zum Posten hast, solltest Du regelmäßig auffüllen, wie in Punkt 2 beschrieben.

9. Poste täglich ein Bild

Wenn Dich Deine To-do-Liste daran erinnert. Nehme dazu ein Bild aus Deinem Vorrat im Cloud-Ordner. Kopiere die vorbereiteten Hastags dazu und ergänze den Namen der Band und des Künstlers. Mit etwas Übung dauert das keine 30 Sekunden.

Ich habe festgestellt, dass ein Post pro Tag eher das mindeste ist. Ein Post pro Tag ist eigentlich schon notwendig um die Anzahl der Follower zu halten. Um die Follower zu steigern sind mehrere Posts pro Tag zu empfehlen.

10. Suche Dir ein paar Leute denen Du folgen kannst

Wenn Du mindestens 12 Bilder (damit auch eine Instagram-Handyseite gefüllt ist) gepostet hast kannst Du Dir auch ein paar Leute suchen denen Du folgst. Das macht dann auch mehr Spaß, ab und zu bei den Arbeiten der Kollegen zu stöbern und aktuelle Trends oder Inspirationen zu sehen.

11. Nutze die Statistiken

Wenn Dein Konto ein Unternehmenskonto ist, bietet Dir Instagram auch gute Statistiken an. Du kannst sehen welche Bilder in welchen Zeiträumen die meisten Interaktionen haben. z. B.:

  • Bilder sortiert nach Impressionen der letzten 7 Tage
  • Bilder sortiert nach Kommentaren der letzten 3 Monate
  • Bilder sortiert nach Interaktionen der letzten 30 Tage

Auch kannst Du in Form eines Diagramms sehr gut sehen zu welchen Tageszeiten Deine Follower online sind und Deine Postingzeiten (Punkt 6) danach richten. Bei mir sind jedoch die Balken in der Zeit zwischen 9:00 und 24:00 fast gleich hoch und es macht nicht viel Unterschied ob ich um 15;00 oder 16:00 poste solange es nicht gerade um 3:00 nachts ist.  Ich konzentriere mich eher auf den deutschsprachigen Raum und somit auf unsere Zeitzone.

Fazit

Mit den o. g. Schritten reduzierst Du den Aufwand  um Deinen Kanal zu füllen auf ein Minimum. Wenn Du möchtest, kannst Du auch Deine Postingfrequenz auf mehr als einen Post pro Tag erhöhen. Das System funktioniert auch dann sehr gut.

 

Autor: Martin Black,  Martin Black ist Pressefotograf und Betreiber des Blogs www.Presse-und-Eventfotografie.de. Er fotografiert prominente Persönlichkeiten sowie kommerzielle und private Events.   www.Martin-Black.de, martin@martin-black.de

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